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neurotitan shop & gallery

im Haus Schwarzenberg
Rosenthalerstraße 39
10178 Berlin

fon +49.(0)30.308 725 76
fax +49.(0)30.282 90 33

Öffnungszeiten
mo - sa: 12 - 20h
so: 14 -19h


Anfahrt


Informationen zum Schwarzenberg e.V. und
weiteren Veranstaltungen im Haus gibt´s hier

 

15.04.2011 - 07.05.2011


das geheime tagebuch


Paula Bogati | Tessa Hughes-Freeland | Danielle de Picciotto | Kevin E. Taylor | Kai Teichert | David Yow

ENGLISH VERSION HERE!


Vernissage am 15.04.2011 um 19.00 Uhr

22.00 Uhr Danielle de Picciotto liest aus ihrem Buch The Beauty of Transgression
Die Lesung in englischer Sprache wird musikalisch von Alexander Hacke begleitet.

aftershowparty im Eschschloraque mit dem 1000,00 € DJ-Team Zastrow & Barakat


"Das Tagebuch ist ein Medium der Selbstvergewisserung und zeichnet sich durch einen hohen Grad an Subjektivität aus." (Wikipedia)

"Nicht eine Welt, sondern Millionen von Welten, fast ebenso viele, wie es Augenpaare und menschliche Hirne gibt, erwachen jeden Morgen." (Marcel Proust)

 

 


Momentan befindet sich Danielle de Picciotto auf einer Welttournee, bei der sie ihr neues Album The Hitman’s Heel – eine Zusammenarbeit mit Alexander Hacke - und ihre Berlin-Memoiren "The Beauty of Transgression" (erscheint April 2011, Gestalten Verlag) vorstellt. Ihre Erlebnisse während dieser Reise zeichnet sie in ein Road Diary.

Im Sinne dieser Auseinandersetzung mit dem „hier und jetzt“ und unter dem Aspekt, Kunst als geheimnisvolles Tagbuch zu entdecken, hat sie zur diesjährigen Ausstellung die New Yorker Filmemacherin Tessa Hughes–Freeland, das legendäre Multitalent David Yow (Jesus Lizard, Scratch Acid), den Berliner Bildhauer und Maler Kai Teichert , den surrealistischen mix-media-Künstler Kevin E. Taylor aus San Francisco und die kanadische, in Berlin lebende Künstlerin Paula Bogati eingeladen mit ihr auszustellen.

www.danielledepicciotto.com

 

Paula Bogati

Die kanadische Künstlerin Paula Bogati lebt und arbeitet seit 2006 in Berlin.
Ihre Arbeiten sind vor allem figurativ. Sie fängt ihre Charaktere in einem Moment der Apathie ein, forciert in der Darstellung eine vordergründige Nonchalance, der sie im Kontrast eine eindringliche Farblichkeit gegenüberstellt.
Sie arbeitet mit inszenierten Fotografien, die sie in einer Mixed-Media-Technik in mehreren Ebenen auf Leinwände überträgt.



i could sleep

 

"Ich mag es, in meiner Arbeit die Extreme des Menschseins innerhalb eines existentialistischen Daseinskonzepts zu beobachten; die Beziehung zwischen Leben und Tod, Glück und Leiden, Licht und Dunkelheit. Diese einander entgegen gesetzten Extreme begleiten uns in diesem Abenteuer, das man das Leben nennt."

www.hartschuh-bogati.com

 

Tessa Hughes-Freeland

Seit 30 Jahren macht Tessa Hughes Freeland Filme und schreibt. 1984 gründete sie das New York Film Festival Downtown. Ihre Filme wurden weltweit in Museen und Galerien, unter anderem im MOMA, MOCA, The Whitney und dem New Museum gezeigt. Mit Musikern wie John Zorn und J.G. Thirwell hat sie für zahlreiche Projektionen zusammen gearbeitet, war auf diversen Festivals als Jurorin tätig, hat in großem Umfang kuratiert und hatte drei Jahre lang den Vorsitz der Kooperative der Filmschaffenden inne. Sie hat Artikel in zahlreichen Büchern (darunter NAKED LENS: Beat Cinema, und NO FOCUS: PUNK FILM), sowie in Zeitungen und den Filmemacher Magazinen G.Q. und Film Threat veröffentlicht.



GIFT 2010 Re-photographed hand manipulated with mixed media slides

 

"Meine filmische Arbeit ist essentiell experimentell. Ich benutze unterschiedliche Formate und arbeite oft gefundenes und abfotografiertes Material in Kombination mit handgemachten Elementen ein. Spontaneität und das Eintreffen von Zufällen betrachte ich als der Präzision und Planung gleichwertig. Während des Produktionsprozesses ändere ich beständig meine Ansicht. Dadurch werde ich zum Medium, das „automatische Filme“ macht die sich im Wesentlichen selbst machen. Ich interessiere mich für extreme Aspekte der menschlichen Natur und das Unbewußte. Ich portraitiere oft unsympathische Charaktereigenschaften mit Hilfe von starken und intensiven Bildwelten und spiele dabei simultan mit visuellen Klischees, durch die ich ein gewisses Maß an Ironie und Humor auszudrücken versuche. Ich habe mich für verschiedene Repräsentationen von Sexualität interessiert, auf der Basis von Mythologie bestimmte Aspekte von „Weiblichkeit“ und „Männlichkeit“ herausgebildet und in Frage gestellt und gleichzeitig ein psycho-sexuelles Reich von Hoffnungen und Ängsten erforscht. Zuletzt habe ich zu den Themen Nostalgie, Erinnerung und Verlangen gearbeitet und mich dabei der klassischen Märchen sowie der Legende einer moderneren Zeit, des Western, bedient."

web.mac.com/tessahughesfreeland/Site_1/WELCOME.html

 

Kevin Earl Taylor


Kevin Earl Taylor wurde am 28. Dezember 1972 in Charleston, South Carolina geboren. 1995 schloss er den Bachelor of Fine Arts am Savannah College of Art and Design ab. Seine Arbeiten sind in innerhalb der USA wie international gezeigt worden. Obgleich er in erster Linie ein Ölmaler ist, befasst er sich auch mit zeitbasierten Kunstformen wie Sound und Video. Zuletzt hat er eine Arbeit für das Playboy Magazin angefertigt, die zusammen mit T.C. Boyle’s Kurzgeschichte „A Good Home“ erschienen ist. Kevin lebt in San Francisco, California.



soulswallower

 

" Ich versuche das Tier im Menschen zu zeigen. Vieles von dem, was innerhalb des menschlichen Paradigmas als chaotisch und unverständlich gilt, kann durch die Beobachtung erklärt werden, dass wir, wie alle Organismen, in erster Linie den Gesetzen der Natur unterworfen sind. Mit der Zeit hat die gesellschaftliche Verantwortung eine physikalische Trennung von der Natur angeordnet; die tiefere mentale Architektur blieb davon jedoch unberührt. Das ist das Spiel der Kräfte, das wir in unserem Inneren austragen. In meiner Arbeit geht es mir darum, all dies parodistisch zu erfassen, analytisch auszuführen und innerhalb einer einzigen grotesken, lieblichen und zugleich urkomischen Produktion visuell darzustellen."

www.kevinearltaylor.com

 

Kai Teichert

Von Kai Teichert werden neue Ölskizzen zu sehen sein, in denen er spielerisch Ideen für Installationen und Performances bearbeitet.

 


O.T., 2010


www.kaiteichert.de

 

David Yow


Viele Leute, die schon von David Yow gehört haben, kennen ihn als Lead Sänger der bahnbrechenden 80er Jahre Punk Band Scratch Acid. Weitaus mehr kennen ihn als gelenklos-durchgeknallten Lyriker der Chicagoer Noise Rocker, the Jesus Lizard. Was die meisten nicht über Yow wissen ist, dass seine Leidenschaft für Kunst dem einzigartigen Spektakel seiner musikalischen Karriere vorangegangen ist. In seinen Prä-Punk College Jahren war David komplett ins Malen und Zeichnen abgetaucht, doch Musik ersetzte schon bald die bildende Kunst als kreative Ausdrucksmöglichkeit. Dekaden verstrichen, ohne dass er einen Pinselstrich auf Leinwand gebracht hätte. Dann, 2010, wurde Yow darum gebeten, eine Einzelausstellung für eine Kunstgalerie in Los Angeles zu machen. Die Ausstellung wurde zum Katalysator für eine regelrechte Sturzflut verblüffender Mixed-Media-Arbeiten aus Bestandteilen wie Fotos, Haar, Insekten, Blut, Zehnägeln… und sogar Farbe. Im März 2011 folgte Davids Beteiligung an seiner ersten New-York-City-Gruppenausstellung. Nun sieht er sich geehrt, als Teil einer internationalen Künstlergemeinschaft an der Ausstellung Das Geheime Tagebuch in Berlin mitzuwirken.

 


Hammer Sledge

http://davidyow.net