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25.05.2024 - 15.06.2024

AUSSTELLUNG:  FEMINIST CITY UTOPIA

VERNISSAGE: Samstag, 25. Mai 2024, 18 Uhr





FEMINIST CITY UTOPIA


Feministische Künstler*innen gestalten den Stadtraum und malen für eine gerechte und inklusive Stadt. Einblicke in ihre Projekte und Kämpfe zeigt die Netzwerk-Ausstellung


In der Galerie neurotitan entsteht eine begehbare und transformierbare Stadtlandschaft, die feministische Utopien darstellt und damit erfahrbar macht. Das Netzwerk Feminist City Utopia lädt zur partizipativen Ausstellung ein, um gemeinsam Vorstellungen einer feministischen Stadt an die Wände zu malen, zu bauen und zu diskutieren.

Das bestehende Netzwerk ist aus Gruppen der Graffiti- und Urban Art-Kultur hervorgegangen, allerdingswollen wir die Einladung ausweiten auf alle visuellen Aktionen und Aktionsformen im öffentlichen Raum. Wir wollen feministische Ideen der Alltagsgestaltung zeigen, d h. gemeinsame und sich gegenseitig berücksichtigende Praxen hervorheben, dokumentieren und vor Ort erleben.

Das derzeitige Leben an sich ist polarisiert, konfliktreich und von Männerdominanz sowie patriarchaler Gewalt geprägt. Dieser Ist-Zustand spiegelt sich in der räumlichen Gestaltung der Ausstellung wider. Räumliche Elemente greifen Themen wie Gewalt gegen FLINTA*, fehlende Räume und Infrastrukturen wie auch Ausschlussmechanismen auf. Diesen werden intersektional-feministische Gegenentwürfe, Vorstellungen und Utopien gegenübergestellt. Kunstwerke dienen dabei als Vermittlung und Manifestationen von Optimismus und Empowerment. Andere Städte sind möglich und dies bedeutet im Rahmen der Ausstellungen gerechte und inklusive Städte.

Die Ausstellung ist als Netzwerk-Ausstellung konzipiert. Künstler*innen, Projekte und Einrichtungen sind eingeladen, sich durch Beiträge zu beteiligen. Feministische Sichtweisen bedeuten für uns auch, gemeinsam Spaß zu haben und uns miteinander zu verbinden. Genauso wie es innerhalb der Ausstellung viel Raum für Austausch und miteinander Kunst machen gibt, ist auch das Rahmenprogramm dahingehend ausgelegt, sich über Kunstpraktiken kennenzulernen, Ideen und Vorstellungen zu teilen und gemeinsam in Aktion zu treten. Kommt vorbei!

Die Ausstellung und die geschaffenen Räume sind größtenteils barrierefrei, manche aber auch bewusst sich verengend angelegt, um ausschließende Infrastrukturen aus der realen Welt zu repräsentieren und emotional für die Besuchenden erfahrbar zu machen.


KÜNSTLER*INNEN

Künstler*innen von Feminist City Utopia zusammen mit:
Alice Dee | Chili con Carne | Eva Kietzmann | Helena Her | HUNita | Julia Nägeli | Lea Greub | Lena Fakler | Lena Stoehrfaktor | Lulia Ghirmay | Petra Kübert | PMS | qnep | Reclaim Your City | Sandra Rummler | Sbrama | Süß-Bande | Vlada und vielen mehr &

REFERENT*INNEN

Christoph May - Institut für Kritische Männlichkeitsforschung | Der Periodenladen | Emanzipatorisches Verhütungskollektiv Leipzig | Feminist Park Collective | Missoir | Susanne Fitzek - Sammlung 1 Berlin, Playboys-Kalender, Hypergraphia Festival



AusstellungsProgramm

Vernissage und Performances: 25.05.2024, 18 - 22 Uhr


• GUAL GHIRMAY
— Tanz-Performance von Lulia Ghirmay, Frauencrew Déjàvu / Urban Culture Support, Frankfurt am Main

• Ladrona de la Noche — Tanz-Performance von HUNita, Urban Culture Support, Frankfurt am Main

qnep — Sound Queer Feminist Experimental Sound Utopia - qnep präsentiert zum Eröffnungsabend der Ausstellung eine Selektion von Sounds queerer, feministischer Künstler*innen einer grenzenlosen Welt experimenteller Musik

• Siebdruck mit Feminist City Utopia

Big Conversation: 30.05.2024, 17 - 20 Uhr


„Die Geschichte von einer, die auszog das Fürchten zu lernen”, Vortrag und Diskussion mit Susanne Fitzek - Sammlung 1 Berlin, Playboys-Kalender, Hypergraphia Festival

Susanne Fitzek, Fachlehrerin, lebt seit 20 Jahren in Berlin. Sie ist Herausgeberin von „Sammlung 1 Berlin“ und dem „Playboys-Kalender“ zusammen mit Chika und seit diesem Jahr erstmalig Teil der Orga beim Hypergraphia-Festival in Potsdam. In ihren Projekten setzt sie sich vor allem mit der Rolle von FLINTA* Personen und der Inszenierung von Männlichkeit in der Berliner Graffitiszene auseinander.

„Break Up Your Graff Boys Club. Aussteigerprogramm für Einsteiger”, Vortrag und Diskussion mit Christoph May - Institut für Kritische Männlichkeitsforschung

Was genau ist eigentlich toxische Männlichkeit in der Graffiti-Szene? Bin ich selbst toxisch? Bin ich wirklich ein guter Partner in Crime, Vater und Freund? Wie männlich sind meine Crew, meine Styles, meine Musik und meine Graffiti-Filme, Instas und TikToks? Wie männlich mein Doppelleben im Job, meine Beziehungen, mein Sex? Und ist mein Bomber-Blick auf die Welt tatsächlich so frei und grenzenlos, wie ich glaube?

 

    Stitch and Chat: 31.05.2024, 17 – 20Uhr

• Drop-In Workshop mit Helena Her

Wir stechen mit der Nadel in einen Stoff und es passiert etwas. Etwas, das in unserem Körper nachklingt. Vielleicht ist es das uralte Echo, eine Erinnerung unseres Körpers an eine Sprache, die es bereits vor dem geschriebenen Wort gab: die Sprache der Nadeln, Fäden, Gewebe und Stickereien. Inspiriert von feministischen Gruppen in Oaxaca, Mexiko, die sich mit Textilkunst als Mittel für politische Aktionen oder der Suche nach ihrer kulturellen Identität beschäftigen, möchte Helena Her mit uns kollektiv kleinere Textilarbeiten anfertigen. In der gemeinsamen Praxis können wir uns über Utopien und eigene Positionierung austauschen, diese künstlerisch ausdrücken und zu einem großen Ganzen verweben.

Helena Her  She/they

Helena, ist eine mexikanische Künstlerin mit Sitz in Berlin. Ihre Arbeit ist inspiriert vom sozialen Dialog und der Möglichkeit, vielfältige Perspektiven auf den Alltag zu eröffnen.


Fassade Painting: 01.06.2024, 12 – 15 Uhr

• Drop-In Workshop

Eine Fassade sehen wir als Leinwand im öffentlichen Raum. Im Workshop wollen wir zusammen eine Fassade gestalten, erst auf Papier und dann an der Wand. Unsere und deine Themen und Ideen in ein großes Wandbild umsetzen, darum soll es an dem Tag gehen. Kommt vorbei und gestaltet und plant mit uns ein weiteres feministisches Statement im Stadtraum.


Action Dinner: 06.06.2024, 17 – 20 Uhr

Essen zubereiten und für eine Gemeinschaft zu kochen hat zwei Seiten. In konservativen Rollenvorstellungen gehört das zu den Aufgaben einer Frau zu Hause. Gemeinsam Essen zubereiten und zusammen essen hat aber auf der anderen Seite emanzipatorische Sprengkraft einer kollektiven Praxis. In der Mitmach-Perfomance des Künstler*innen-Kollektivs Chili con Carne werden alte Rollenbilder durch den Fleischwolf gedreht und im Spiegelei wird die glorreiche feministische Zukunft herausgelesen. Seid herzlich eingeladen mitzuschnippeln und zu schmaußen!


UdK-Students Take Over: 08.06.2024, 14 – 18 Uhr

Studierende der Universität der Künste bespielen einen Tag lang die Ausstellung. Das Programm entwickeln sie in ihrem Seminar „Feminismen“ im Sommersemester 2024. Weitere Infos folgen.

    
   Periode, Pissen, Parks:
13.06.2024, 18 – 20 Uhr

• Diskussionsabend und Filmscreening

“PISSEN AUFS PATRIARCHAT ” (2023) Kurzfilm von Lena Fakler

Marie ist auf der Autobahn unterwegs und muss dringend pissen. Doch die einzige Toilette der Raststätte ist kaputt – und für Marie beginnt eine immer absurder werdende Odyssee durch das toxisch-männliche Biotop. Triggerwarnung: sexualisierte Belästigung, Gewalt, Schusswaffen.

Lena Fakler studierte Medienkulturwissenschaft und Deutsche Literatur, bevor sie an der Hamburg Media School ihren Master in Film, Fachrichtung Drehbuch, absolvierte. Seitdem arbeitet sie als Drehbuchautorin (2021: AM ENDE DER WORTE, 2022: TATORT: SCHATTENLEBEN).

Diskussionsrunde mit:

    SchÖner Bluten. Der Periodenladen

Fast jede Frau kennt das: Heimlich einen Tampon aus der Tasche kramen, fest in der Faust umschließen, schnell auf die Toilette huschen – damit auch ja niemand bemerkt, dass wir unsere Tage haben. Dabei ist die monatliche Blutung nichts, wofür wir uns schämen müssten! Josefine vom Periodenladen eröffnet uns Einblicke in Ihren Periodenladen, der nicht nur Menstruationsprodukte verkauft, sondern auch Workshop und Aufklärung für alle Interessierten anbietet.

https://periodenladen.de

    Missoir – Pinkeln ist Politisch

Lena von Missoir kämpft gegen Pisskriminierung am Stillen Örtchen. Pinkeln ist ein Grundbedürfnis und sollte für alle kostenfrei sein. „We pee too“! In Verordnungen für die Mindestanzahl an Toiletten sind Hockpinklerinnen durch das Fehlen eines Urinals per Gesetz benachteiligt. Zusammen mit Buschfunk Bündnis e.V. , Katalin Gennburg von den Linken, Klolektiv uvm. setzen sie sich tatkräftig für kostenfreie und gendergerechte öffentliche Toiletten ein und initiierten die Petition: Pee for Free.

https://www.missoir.de


    Feminist Park Collective

Das Feminist Park-Projekt ist eine Initiative, die darauf abzielt, inklusive und gerechte Zukunftsperspektiven in unseren Städten durch die Herausforderung patriarchalischer Normen und die Umgestaltung städtischer Landschaften zu schaffen. Unsere fortlaufenden Bemühungen konzentrieren sich auf die Schaffung geschlechtergerechter öffentlicher Räume, in denen die Stimmen und Erfahrungen historisch peripherer Gruppen – Frauen, Lesben, Intersexuelle, nicht-binäre Personen, Transgender- und Asexuelle sowie Schwarze, Indigene, Menschen of Color – bei der Planung und Gestaltung von grünen städtischen Räumen im Mittelpunkt stehen. Durch Community-Engagement, Advocacy und kreative Interventionen strebt das Kollektiv danach, Parks und grüne städtische Räume in sichere und einladende Umgebungen für alle zu verwandeln. Das Feminist Park-Projekt verfolgt das Ziel, soziale Kohäsion zu fördern, Umweltgerechtigkeit zu fördern und lebendige Zentren des Gemeinschaftslebens zu schaffen, indem es traditionelle Machtstrukturen in Frage stellt und sich für einen intersektionalen Feminismus in der städtischen Planung und Gestaltung einsetzt.

https://www.feministpark.com



VerhÜtung ist (auch) MÄnnersache!: 14.06.2024, 17 – 20 Uhr

• Drop-In Workshop mit Emanzipatorisches Verhütungskollektiv Leipzig

Die Verantwortungsübernahme beim Thema Verhütung ist in unserer Gesellschaft ungerecht verteilt. Die Ursachen dafür sind vielfältig, jedoch maßgeblich von patriarchalen Strukturen beeinflusst. Cis-Männer profitieren auch hierbei und übernehmen weniger Verantwortung. Gebärfähige Personen sind hierbei häufig der Mehrfachbelastung von Hauptverantwortung für Verhütung und potentieller Schwangerschaft ausgesetzt. Wir fordern, dass Cis-Männer einen aktiveren Part bei Verhütung einnehmen.


United Feminist Sounds: 15.06.2024, 18 Uhr


• Haus Schwarzenberg präsentiert: United Feminist Sounds

Queerfeministisches Sommerfest mit Live-Acts im neurotitan und im 3. Hof, u.a. live mit Alice Dee, Halfsilks und Lena Stoehrfaktor, Aftershow Party im Eschschloraque mit FLINTA* DJs VELA, YVOIS & TERRI LEE

https://haus-schwarzenberg.org