29.03. - 26.04.2025
AUSSTELLUNG: Salon Schwarzenberg - Kunst braucht (Frei-) Raum!
Vernissage: Samstag, 29. März, 20 Uhr, mit Musik und Performance

KÜnstler*innen:
Bodo Albrand · Simona Arcella · Dylan Bakker · Sandra Becker · Hugo de Carvalho · Alessandro Cemolin · Anna Charlie · Maria Cukorova · Viviana Druga · eddylirious art · Fulya Erdem · Caroline Gerbeckx · Lauryn Zoe Hinsch · KAI Dead Chickens · Stefano Kollibay · Karsten Krause · Anne Lentz · Sarah Lüttchen · Emilee Sheldon · Lisa Smith · Safy Etiel (Sniper) · VELA · Henryk Weiffenbach
„Jeder geschlossene Raum ist ein Sarg“
–– Blumfeld: Verstärker, 1994
Der Raum gibt uns Rätsel auf. Mit unzähligen Definitionen belegt, liegt seine Bedeutung genauso in Weite und Offenheit wie in Enge und Schließung. Metaphorische Särge durchsetzen unseren Alltag, seien es physische, soziale oder mentale Räume, und provozieren eine kritische Auseinandersetzung, die die Dimension des Freiraums eröffnet: Isolation, Begrenzung und Schließung – wie auch Kürzung – erscheinen aus künstlerischer Perspektive an der Seite von Gemeinschaft, Entfaltung und Freiheit. Sie verbinden sich mit der Bedeutung des Haus Schwarzenberg als Freiraum für künstlerischen Ausdruck – des Rätsels Lösung: Kunst braucht (Frei-)Raum!
So das Credo des diesjährigen Salon Schwarzenberg, der zugleich den Auftakt für unser 30. Jubiläum und ein ganzes Jahr voller Events markiert! Die Ausstellung zeigt neue Arbeiten der im Haus Schwarzenberg ansässigen Künstler*innen und lädt dazu ein, die Bedeutung von geschlossenen und offenen Räumen im Kontext von Kunst, Gesellschaft und Geschichte zu reflektieren.
Wie beeinflussen geschlossene Räume unsere Freiheit, Identität und Kreativität? Und umgekehrt: Welchen Wert haben Offenheit, Unabhängigkeit und Freiheit für künstlerische Gestaltung? Welche Rolle spielt das Haus Schwarzenberg, das seit 30 Jahren ein unabhängiges soziokulturelles Zentrum darstellt, sowohl in einer oft als beengend empfundenen Welt als auch innerhalb einer Kunst- und Kulturlandschaft, in der der Erhalt und Bestand von Freiräumen keine Selbstverständlichkeit ist?
Die Ausstellung zielt darauf ab, die Besucher*innen für die oft unsichtbaren Begrenzungen im eigenen Leben und Alltag zu sensibilisieren und den Wert von Freiräumen zu verdeutlichen. Der Salon Schwarzenberg feiert nicht nur das 30-jährige Bestehen des Hauses, sondern lädt auch zur kritischen Reflexion ein. Dazu zählen ebenso solidarische Positionen und Sichtweisen für verdrängte Räume sowie die Bedeutung von Freiräumen für die Zukunft: mutige und ermutigende Perspektiven für die Freie Szene, Synergien und die Bedeutung von Widerstand gegen Begrenzungen und für Entfaltung.
Die Künstler*innen verwandeln das Neurotitan in ein facettenreiches Spiegelbild des (Frei-)Raums, das beispielsweise mittels Video-Installation, Metallbildhauerei, Malerei, Siebdruck, Installation und Fotografie auf Bereiche wie Raum und Illusion, Freiheit und Entfaltung, Grenzen und eigene Freiräume, Widerstand und Möglichkeitsfelder sowie Safe Spaces blickt. Schließlich öffnen sie Türen – in die inneren Freiräume kreativer Schaffenskraft, ihr Output wird selbst zum Verstärker:
„Merkst du, was ich merke / Wenn ich den Output verstärke?“, so Blumfeld weiter. Wir: Kunst braucht (Frei-)Raum!
Grafik: Sandra Christine Dick | Text: Vera Fischer
Ausstellungsprogramm ---------------------------------
29. März 2025, 20 Uhr
Neurotitan: Vernissage & Live-Show
Show: The Dream Journaling
Moriaariava (guzheng) | KAI Dead Chickens (Noise) | Dylan Bakker (synth, effects) | Ceren Oykut (live drawing) | VJ CHUUU (projection, synth pen)
Die Konturen dessen, was wir als Realität wahrnehmen und was wir als bloßen Traum versuchen beiseite zu schieben, vermischen sich. The Dream Journaling erforscht die inhärente Möglichkeit der Co-Creation in Echtzeit unter Verwendung verschiedener Strömungen der Live-Erfahrung. Ein überwältigender audiovisueller Strom, der das Publikum jenseits von Zeit und Endlichkeit des Raums führt.
Eschschloraque ab 21 Uhr: Aftershow BadassBassBombardement mit SUPERSIREN & VELA
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31. März 2025, 19 Uhr
Kino Central: Filme aus 30 Jahren Haus Schwarzenberg
THE FAILURE OF BEAUTY – DEAD CHICKENS BERLIN, D 2007, Regie: Amaia Arana, 70 min
MÄUSEBOXEN, D 1995, Regie: Mirko Borscht, 12 min
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12. April 2025, 15-20 Uhr
Im Haus Schwarzenberg, 2. Hinterhof, 3. Etage: Open Studios
Die ansässigen Künstler*innen öffnen ihre Türen und geben der interessierten Öffentlichkeit Einblick in den Mikrokosmos Haus Schwarzenberg. Sie zeigen ihre Ateliers und Kunstwerke bei einem kleinen Rahmenprogramm mit Musik, Führungen, Künstlergesprächen und Happenings.
Eschschloraque ab 21 Uhr: DJ Jauche
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09. April - 12. April 2025
Eschschloraque: 30 Jahre Eschschloraque Rümschrümp - Events und Konzerte zum 30. JubilÄum des Künstlerclubs
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09. April 2025, 21 Uhr
Eschschloraque Reinfeierei: MissVergnügen mit RavingMadCarlos – Live!
DJs: Coost Lardy Cake & Missvergnügen
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10. April 2025, 20 Uhr
Eschschloraque: Eschschloraque Allstars – Live & DJs
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11. April 2025, 21 Uhr
Eschschloraque: Eva Be & Cle
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12. April 2025, 21 Uhr
Eschschloraque: DJ Jauche
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26. April 2025, 19 Uhr
Neurotitan: Finissage & Performances
Vocal-Performance: Yuko Matsuyama
Live-Performance: Viviana Druga
Die Live-Performance thematisiert Transformation und Befreiung, indem sie den Übergang von geschlossenen zu offenen Räumen symbolisiert. Die Künstlerin agiert als „Holobiont“
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